Abbrandsteuerung
Die Abbrandsteuerung hat die folgenden Vorteile: Die Verbrennungsluftklappe wird automatisch gesteuert, d. h. Sie brauchen sich nicht darum zu kümmern, wann Sie die Klappe auf bzw. schließen müssen. Sie können Ihren Kachelofen nach dem Anzünden alleine lassen und müssen nicht warten bis das Feuer abgebrannt ist, um Ihre Verbrennungsluftklappe zu schließen. Durch die Automatisierung Ihres Kachelofens ist eine Fehlbedienung fast ausgeschlossen. Die Verbrennung wird optimiert, ein höherer Wirkungsgrad Ihres Kachelofens ist möglich.
Absorber
Einen Absorber kann man am besten mit einem Sonnenkollektor vergleichen, der die Grundofenheizflächenwärme vom Raum in die Zentralheizung transportiert. Durch die Schamotte im Grundofen wird die Wärme gespeichert und in kleineren Mengen an den Raum oder an das Wasser im Absorber abgegeben. Dieser Schamottespeicher ist gleichzeitig der Pufferspeicher, ein zusätzlicher externer im Heizraum ist nicht nötig. Für den Absorber wird nun nur Vor- und Rücklauf benötigt. Damit ist der Absorber mit der Grundofen ein wirtschaftliches, unkompliziertes und modernes Heizsystem.
Brennholz
Verbrennen sollte man nur unbehandeltes und trockenes Scheitholz. Am besten eignet sich zwei Jahre lang luftgetrocknetes Scheitholz. Eine Abdeckung vor direktem Regen ist empfehlenswert. Die Restfeuchte im Holz sollte weniger als 20 % betragen, da sonst zu viel Energie zum Verdampfen dieses Wassers aufgewendet werden muss. Die Folge wäre, dass der Heizwert enorm sinkt. Zusätzlich verrußen bei der Verbrennung von feuchtem Holz die Kaminscheiben relativ schnell. Der Heizwert von 2 Jahre lang getrocknetem Holz beträgt ca. 4 kWh/kg.
Dauerbrand
Die Dauerbrandfähigkeit einer Feuerstätte, ist die Fähigkeit, ohne Brennstoffzugabe und ohne Eingriff in den Verbrennungsablauf eine bestimmte Mindestdauer bei Kleinstellung so weiterzubrennen, dass das Glutbett am Ende des Zeitraums wieder entfacht werden kann. Eine Kaminofen nach DIN EN 13240 zur Verbrennung von Scheitholz muss demnach bei Schwachlast eine Mindest-Brenndauer von 10 Stunden haben, um als Dauerbrandfeuerstätte eingestuft zu werden. Diese Anforderungen können von der Großzahl, aller bisher danach geprüften und als Dauerbrandfeuerstätte bezeichneten, nicht erfüllt werden. Sie müssen den Zeitbrandfeuerstätten zugeordnet werden. Für die Kohlefeuerung trifft dies nur bedingt zu. Geschlossene Kamineinsätze müssen nach DIN 13229 eine Mindest-Brenndauer im Schwachlastbetrieb von 3 Stunden haben, um als Dauerbrandfeuerstätte deklariert werden zu können.
Glaskeramik
Glaskeramik ist ein glasähnlicher Verbundwerkstoff, welches durch seine Herstellung neue Eigenschaften aufweist. Charakteristisch ist die hohe Temperaturwechselbeständigkeit bei gleichzeitiger guter mechanischer Festigkeit, weshalb Sie als Glasscheiben in Kamineinsätzen oder Kaminöfen Verwendung finden.
Grundofen (Speicherkachelofen)
siehe Speicherkachelofen
Gußeisen
Ist ein spezieller Eisen-Werkstoff und extrem verschleißarm und haltbar. Gusseisen hat eine thermische Masse und besitzt ausgezeichnete Wärmestrahlungseigenschaften, weshalb es die Wärme durch seine Lufteinschlüsse auf natürliche Weise speichert. Es speichert und verteilt die Wärme gleichmäßiger und deutlich länger als alle anderen Materialien, die beim Ofenbau zum Einsatz kommen.
Heizkamin
Der Heizkamin ist eine geschlossener Feuerstätte mit meist einer großen Scheibe und dadurch freier Sicht auf die Flammen. Die beachtliche Heizleistung wird relativ schnell über die Scheibe und über die Luft, die den Einsatz umspült und durch Luftgitter an den Raum abgegeben wird, erreicht.
Holzpellets
Holzpellets werden aus Rohstoffen der Forst- und Landwirtschaft hergestellt. Meist werden dafür reine Abfälle (Säge- und Hobelspäne) aus Sägewerken, Tischlereibetrieben verwendet. Sie sind geruchtsneutral und beinhalten keine Zusatz- und Klebestoffe - allein durch das Pressen erhalten Sie Ihre Form. Zusätzlich zu den Holzpellets gibt es bspw. auch Stroh-, Hafer- oder Baumrindenpellets. Diese Pellets sind kurze stabförmig gepresste Röllchen mit 6 bis 12 mm Durchmesser. Diese Standardisierung ist wichtig für die vollautomatische Zuführung in Pelletsöfen oder Pelletsheizungen. Durch Ihre geringe Restfeuchte besitzen Sie eine hohe Energiedichte, wodurch auch wenig Asche anfällt. Ebenfalls besteht keine Explosionsgefahr, auch nicht durch Manipulationen.
Kacheln
Die Kacheln speichern gemeinsam mit der inneren Schamotte-Auskleidung des Ofens aufgrund ihrer Wärmekapazität Wärmeenergie und erwärmen damit den umgebenden Raum noch einige Zeit nach dem Erlöschen des Ofenfeuers. Kacheln besitzen hin zum Ofenraum einen umlaufenden Steg, zwischen den beim Ofensetzen Schamotte-Steine eingesetzt werden. Sie besitzen unabhängig von Farbe und Form einen hohen Absorptionsgrad im mittleren Infrarot, daher ist die Wärmeabstrahlung bei den relativ niedrigen Temperaturen eines Kachelofens sehr effektiv. Alle Kacheln haben sobald sie auf dem Brennofen kommen feine Haarrisse in der Glasur. Beachten Sie zusätzlich, dass Sie die Kacheln nur im kalten Zustand mit einen trockenen Tuch reinigen dürfen.
Kachelkamin
Ein Heizkamin mit einer Kachel-Ummauerung wird als Kachelkamin bezeichnet. Die Eigenschaftes des Heizkamins werden mit denen der Kachel vereint.
Kachelofen
Der Kachelofen als Oberbegriff umfasst bspw. den Speicherkachelofen, den Warmluftkachelofen sowie den Kombikachelofen.
Kamin
Der Kamin als Oberbegriff umfasst bspw. den Heizkamin, den offenen Kamin oder den Kachelkamin.
Keramische Züge
Keramische Züge sind aus Schamotteplatten gemauerten Rauchgaskanäle im Speicherblock eines Ofens. Die Heizgase übertragen beim Durchströmen (dieses Speicherblocks) ihre Energie auf die Speichermasse. Die Außenfläche des Speichers gibt die so aufgenommene Energiemenge je nach Speichermasse gleichmäßig in den Raum ab.
Kombikachelofen
Im Ofeninneren wird ein Guss-Heizeinsatz verbaut. Um diesen Einsatz wird ein Hohlraum gelassen, in dem sich die Luft erwärmen kann. Diese strömt dann durch z. B. Lüftungskacheln in den Raum (Warmluftkachelofen).
Die Heizgase werden durch ein System aus steigenden und fallenden keramischen Zügen geleitet, die als Speicher dienen. Dadurch wird eine zusätzliche langsame Wärmeabgabe an den Raum erreicht (Speicherkachelofen).
Kombispeicher
Ein Kombispeicher ist ein Pufferspeicher mit integrierter Trinkwassererwärmung.
Konvektionswärme
Konvektionswärme entsteht dort, wo sich die Luft um den Kaminofen erwärmt, sich ausdehnt und aufsteigt. Verfügt ein Kaminofen über Konvektionskanäle, heizt sich die Luft in den hohlen Kanälen schnell auf. Die heiße Luft steigt nach oben und wärmt den Raum. Im Vergleich zur Strahlungswärme benötigt Konvektionswärme etwas länger, um die Raumtemperatur zu erreichen.
Nachheizfläche
Eine Nachheizfläche ist ein aus Schamottesteinen gemauertes Zugsystem für die Speicherung und zeitverzögerte Abgabe von Konvektions- und Strahlungswärme. Bei Heizkaminen sind diese Wärmetauscher meist in den Geräten eingebaut. Durch den Einbau einer Nachheizfläche kann der Wirkungsgrad und die Effektivität der Warmluftöfen gesteigert werden.
Offener Kamin
Ein offener Kamin ist eine offene Feuerstätte ohne Tür und kann somit nur offen betrieben werden. Der Feuerraum wird handwerlich aus Schamottesteinen erbaut; die Strahlungswärme wird hierbei nur aus der Feuerstelle an sich abgegeben. Für den Betrieb muss für enorme Verbrennungsluft gesorgt werden.
Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher ist ein Wärmespeicher, der mit Wasser gefüllt ist. Ziel ist es, die Differenzen zwischen erzeugter und verbrauchter Wärmemenge auszugleichen und diese Schwankungen zu glätten. Damit wird ein besserer Wirkungsgrad erzielt, die Heizungsanlage arbeitet effizienter.
Raumluft(un)abhängig
Feuerstätten können raumluftabhängig oder raumluftunabhängig betrieben werden. Bei der raumluftabhängigen Betriebsweise wird die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum entnommen. Für ein ausreichendes Nachströmen an frischer Luft (durch andere Räume oder von außen) muss gesorgt werden. Beim raumluftunabhängigen Betrieb erfolgt die Verbrennungsluftversorgung komplett von außerhalb, d. h. entweder durch ein Zuluftkanal von draußen oder durch ein Zuluft-Abgas-System (Schornstein aus 2 Kanälen - Verbrennungsluft und Abgase).
Schamotte
Schamotte ist ein gesteinsähnliches, künstlich hergestelltes, feuerfestes Material. In Form von Steinen und Platten wird das Innenleben eines Kachelöfens daraus gebaut. Die Vorteile liegen in Ihrer hohen Temperaturwechselbeständigkeit, in Ihrer leichten Bearbeitbarkeit, in Ihrer großen Wärmespeicherfähigkeit sowie in Ihrer geringen Ausdehnung.
Schichtenspeicher
Ein Schichtenspeicher ist ein Wärmespeicher für Heizungs- und/oder Warmwasser in dem durch eine spezielle Konstruktion das Wasser mit unterschiedlichem Temperaturniveau in unterschiedlicher Höhe "eingeschichtet" wird. Erreicht wird dieses durch ein unterschiedliche Dichte des Wassers bei verschiedenen Temperaturen. Großer Vorteil ist, dass keine Durchmischung des Wassers geschieht und selbst geringe Wärme (z. B. von Solaranlagen) "eingeschichtet" werden kann.
Schornstein
Er ist eine senkrechte Konstruktion zur Abführung von Rauchgasen ins Freie. Das Prinzip ist ganz einfach: Warme Luft hat eine geringere Dichte als kalte Luft. Dadurch entsteht für die warme Luft ein Auftrieb. Die warme Luft über der Wärmequelle steigt auf und zieht durch einen Schornstein ab. Der Schornstein und die Wärmequelle im Haus bilden eine Einheit und müssen aufeinander abgestimmt sein. Eine Schornsteinberechnung bestätigt dieses.
Schornsteinzug
Der Zug ist ein Unterdruck im Schornstein, der erzeugt wird, da warme Luft eine geringere Dichte als kalte Luft hat und somit nach oben strömt.
Specksteine
Dieses feuerfeste Material ist ein guter Wärmespeicher, weshalb ein Specksteinofen noch lange nach dem Erlöschen des Feuers Wärme abgibt. Durch die Form und Liniengebung des Specksteins erhält jeder Ofen einen einzigartigen Charakter. Gegenüber einer Kachel hat dieser Naturstein den Vorteil, dass er sich ausbessern lässt. Beschädigte Ecken und Karten lassen sich mit entsprechenden Specksteinmehl ausbessern. Kleinere Kratzer oder Verunreinigungen können mit feiner Stahlwolle beseitigt werden.
Speicherkachelofen (Grundofen)
Bei dem Grundofen wird die Wärme aus dem Feuerraum über ein ausgeklügeltes System von steigenden und fallenden Zügen (keramische Züge) durch den gesamten meist mit Kacheln belegtem Ofenkorpus zum Schornstein hin geführt. Durch eine längeren Aufheizzeit wird die Wärme enorm gespeichert und optimal ausgenutzt. Etliche Stunden nachdem das Feuer erloschen ist, stahlt der Ofen noch behagliche Strahlungswärme an den Raum ab. Zusätzlich können Kachelofenwärmetauscher, so genannte Absorber, um die keramischen Züge gebaut werde. Sie nehmen zusätzlich die gespeicherte Energie auf und führen Sie dem Heizungssystem zu.
Strahlungswärme
Strahlungswärme ist Wärme in Form von unsichtbarem Licht. Die Strahlen bewegen sich durch die Luft, bis sie auf ein Material treffen, von dem sie absorbiert werden. Als Folge wird dieses Material wärmer.
Verbrennungsluft
Verbrennungsluft ist die Luft, die dem Ofen während des Anheizens und der gesamten Verbrennung zugeführt werden muss. Sie muss ausreichend vorhanden sein. Falls dies nicht der Fall ist, muss zusätzlich mit einer externen Verbrennungsluftversorgung gearbeitet werden. Gleichfalls hat man die Möglichkeit die Wärmequelle raumluftanabhängig zu wählen.
Wärmebedarf
Der Wärmebedarf gibt an, wie viel Energie einem Raum zugeführt werden muss, um bei einer Außentemperatur von -15°C eine Raumtemperatur von +20°C zu erreichen. Hat dieser Raum bspw. ein Bedarf von 6 kW, so müssen jede Stunde 6 kWh in den Raum geführt werden, um diese Raumtemperatur zu erhalten. Bei 24 h muss ich demnach 144 kWh erzeugen.
Wärmetauscher
Eine Wärmetauscher ist ein Gerät, dass Wärme von einem Medium zu einem anderen Medium übertragen kann. Wärmetauscher findet man in Brauchwasserspeichern bspw. in Form von gewickelten Rohren. Die Wärme des Heizungswassers in den Rohren wird an das Brauchwasser abgegeben.
Warmluftkachelofen
Bei dem warmluftkachelofen gelang durch Öffnungen unten am Kachelofen Luft in das Ofeninnere, die durch die Umspülung um den Einsatz aufgeheizt wird und oben durch entsprechenden Öffnungen wieder austritt. Die heißen Abgase, die bei der Verbrennung entstehen, werden aber nicht sofort zum Schornstein sondern erst in ein Nachheizkasten (oder auch keramische Nachheizfläche)weitergeleitet. Dort wird die Wärme, wie dann an die Luft abgegeben wird nochmals gespeichert.
Wirkungsgrad
Dieser bezeichnet das Verhältnis von abgegebener zu dem Raum zugeführter Energiemenge. Liegt der Wirkungsgrad bei 100 %, so wurden z.B. 30 kWh abgegeben und auch 30 kWh dem Raum zugeführt. In der Praxis existieren je nach Wärmequelle Wirkungsgradverluste durch eine unvollständige Verbrennung und Abgasverlusten. Ein Kachelofen hat 80 - 90 % Wirkungsgrad, ein Kaminofen 60 - 80 %, ein offener Kamin hingegen nur 20 %.
Zeitbrand
Eine Zeitbrandfeuerstätte ist eine Feuerstätte, die durch unterbrochene Betriebsweise eine Heizmöglichkeit bietet. Diese muss kein Glutbett vorhalten müssen. Zeitbrand ist das Gegenteil vom Dauerbrand.





